Eine stille Kraft mit großer Wirkung: Johanna Rebecca Senckenberg (1716-1743)
Als Tochter eines wohlhabenden Juweliers lebte sie inmitten von Reichtum, doch ihr Herz schlug für Bescheidenheit, Fürsorge und Glauben. In ihrer nur 16 Monate währenden Ehe mit Johann Christian Senckenberg veränderte sie nicht nur sein Leben, sondern seine gesamte Sicht auf die Welt. Aus dem zurückgezogenen Arzt wurde ein Mensch mit Blick für das Leid anderer. Ihre Tugend, Ordnungsliebe und stille Wohltätigkeit inspirierten ihn zu einem neuen Lebensweg. Sie lebte nach dem Motto:
Non est mortale quod opto.
(Es ist nicht sterblich, was ich wünsche).
Nach ihrem frühen Tod im Kindbett 1743 war es ihr Vermögen, das zum Grundstein ein
der bedeutendsten medizinischen Stiftungen Deutschlands wurde: der Dr. Senckenbergischen Stiftung. Ohne Johanna kein Senckenberg Museum, keine Sammlung, kein wissenschaftliches Erbe. Ihr Wirken wirkt bis heute.
Sie war nie eine öffentliche Figur. Aber sie war der Impuls, der alles veränderte. Für ihren Mann. Für die Forschung. Und für die Zukunft.

